Es liegt wohl am Steinstrand und dem doch eher "dümpligem" Wasser hier. Genau au diesem Grund springen wir nicht ins Wasser, obwohl wir uns gerade nichts mehr als eine Abkühlung wünschen. Vor allem als wir die schätzungsweise 1000 Treppentritte wieder die Klippen hoch unter die Füsse nehmen. Da liebäugelt Carmen mit dem Privatclub, der in den Klippen mit Liegestühlen, Pool, Fitnesscenter und Tischen unter hübschen Schirmen zum verweilen einlädt. Da hat es auch nicht viele Leute. Das macht es besonders attraktiv. Wie kommt man da wohl rein? Das muss ein Vermögen kosten! Sofort macht sich Carmen auf, um nach den Preis fragen - für die Öffentlichkeit ist der Zutritt nur von Montag bis Freitag gestatten, am Wochenende ist der exklusive Ort nur für Clubmitglieder zugänglich. Auf dem Weg zurück nach oben überlegt Carmen herzhaft, wie wir wohl in diesen Club einsteigen können (vielleicht kann uns Salomons Marketinglady weiterhelfen. Die bringt einen überall rein!). Total überhitzt oben an den Klippen am Malecon angekommen, legen wir uns im Schatten ins Gras. Carmen kippt sich noch schnell eine Wasserflasche über den Kopf und so verbringen wir die nächsten Stunden mit ein paar Runden Skip-Bo und Knäckebrot knabbern. Rudy unser kleines Lama ist natürlich auch mit dabei. Die Regeln vom Skipo kennt er noch nicht also spielen wir nur zu zweit während er in den Blumen rumhängt. Wir beobachten das Geschehen im Park. Vor uns
Trainieren ein paar junge knackige Peruanos ihre Saltos. Ein ältere Typ im Faserpelz (wie hält der das nur aus!?) will uns Flaschenöffner verkaufen. Wie so oft werden wir gefragt woher wir kommen. Hui da packt er sein Wissen aus. Wir sind erstaunt wie viel er von der Schweiz weiss. Das gibt Material zum Plaudern. Bevor er abschwirrt versucht er noch mal mit uns ins Geschäft zu kommen. Dankend lehnen wir ab und er zieht von dannen. Gegen fünf machen wir uns auf den Heimweg. Noch rasch in den Supermarkt um Reis zu kaufen (Tag 3 der Diät neigt sich dem Ende zu) und schon sitzen wir mit unserem Nachtessen in unserem schönen Hotelzimmer. Wir geniessen den Sonnenuntergang (ist auch schon ein Ritual von uns geworden). Solange wir diese Aussicht noch haben. Heute steht der ganze Himmel über Lima in Flammen. Überwältigend dieses Abendrot! Das werden wir vermissen, wenn wir dann in unserer eigenen Wohnung wohnen.

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